Montag, 23. Januar 2012

Dunedin, Otago Halbinsel!

Am nächsten Tag in Dunedin haben wir erstmal die Baldwin Street angeschaut, welche laut den Kiwis (denen wir einfach mal glauben) die steilste Straße der Welt ist. In der Tat ist sie echt steil und auch ganz normal befahrbar. Wir sind allerdings hoch gelaufen. Oben angekommen, dort steht ein Trinkwasserspender neben einer Bank zum Ausruhen, haben wir dann den Dave getroffen. Das ist ein etwa Mitte 50 Jahre alter einheimischer Kiwi, der jeden Tag einmal die Straße hoch und wieder runter läuft. Laut seiner Aussage war er ein paar Tage zuvor auch im deutschen TV zu sehen, als eine Sendung über steile Dinge auf der ganzen Welt gezeigt wurde. Klingt nach Gallileo.

Danach haben wir uns zur Otago Halbinsel aufgemacht, die südöstlich von Dunedin etwa 30 km ins Meer hinein ragt. Am Ende dieser Halbinsel liegt ein Albatross-Observatorium, von dem aus man die auf der Welt einzige auf dem Festland gelegene Albatross-Brutstätte sehen kann... böse Zungen würden nun freilich behaupten, Neuseeland sei gar kein Festland, sondern nur eine Insel. :-)
Wir haben uns allerdings gegen den Besuch des Observatoriums entschieden, da man dort laut einiger Rezensionen aus dem Internet nach Zahlung von 30€ nur ein paar weiße Vogelköpfe in hohem Gras sehen kann. Wir haben unsfaher lieber für eine Bootsfahrt entschieden, bei der man die Brutstätte vom Wasser aus und noch dazu etwas weiter draußen auf dem Meer tatsächlich auch Albatrosse im Flug und noch anderes Getier sehen können sollte. Und das mit Versicherung: sollte man bei einer Fahrt keinen fliegenden Albatross sehen, darf man die nächste Fahrt kostenlos wieder mitfahren.
Wir sahen also diverse Vögel, tatsächlich ein paar weiße Punkte in hohem Gras (dank der zur Verfügung gestellten Ferngläser in der Tat als Vogelköpfe erkennbar), mal wieder viele Fellrobben (mit Fellrobbenbabies, die waren sooooo süüüß!) und einen schwimmenden Seelöwen, der nach Aussage des Kapitäns gerade auf der Suche nach eben diesen Seerobbenbabies bzw. kleinen Robbenweibchen war, um mit ihnen zu Mittag zu essen... oder so ähnlich.
Albatrosse sahen wir nicht. Das Wetter war für Albatrosse nicht so gut... die mögen es windig.
Also sind wir ein paar Stunden später nochmal mitgefahren. Gleich am Bootssteg haben wir einen kuhlen großen Tintenfisch im Wasser gesehen, außerdem dann vom Boot aus noch einen dicken Seelöwen am Strand. Ob dieser deshalb so dick war, weil zuvor sein Rendevouz mit den Robben erfolgreich verlaufen ist, wissen wir allerdings nicht.
Tatsächlich haben wir dann auch zwei Albatrosse gesehen, die recht nah an unserem Boot geflogen sind. Der eine ist neben uns gestartet, der andere im Segelflug gelandet. Sind ganz schön groß, die Dinger, mit einer Flügelspannweite von ca. 3 Metern. Aber irgendwie sind's auch nur große Möwen. :-)
Interessant fand ich noch, dass Albatrosse, würden sie nicht Nachkommen zeugen müssen, überhaupt niemals nicht an Land kommen, sondern ständig auf dem Mehr leben würden. Sie ruhen sich einfach aus, indem sie sich aufs Wasser setzen.

Auf der Otago Hablinsel gibts an Stränden auch einige Kolonien von Pinguinen, die von dort aus morgens zum Jagen ins Meer und abends wieder heim watscheln. Es gibt da auch entsprechende Besichtigungen, bei denen man, wie uns das belgische Pärchen aus Wanaka erzählte, von einer Tribüne mit zig anderen Leuten die Pinguine anschauen kann. Das war uns dann irgendwie zu blöd, also haben wir's sein lassen.

Liebe Grüße,
Marian & Katha




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