Montag, 3. Juni 2013

Las Vegas!

Erstmal vorweg: Wir mieten uns kein Haus in Santa Barbara , sondern kommen am 15. Juni wieder zurück nach Deutschland. :-)

Tja, was soll man zu Las Vegas sagen? Die knappste aller mir eingefallenen Zusammenfassungen unserer fast zwei Tage an der “The Strip“ genannten Partymeile lautet: eine Mischung aus Abendkleid und Ballermann, gepaart mit viel Fassade. Hier laufen schick angezogene Leute mit Kleid und Anzug neben Jungs mit Muscle-Shirt und Baseball-Kappe. Und alle wollen irgendwie Spaß haben, was in manchen Fällen auch zu gelingen schien. Was die Fassade betrifft, so gibt es eben vieles, was nicht so ganz echt ist. Der an die Decke gemalte Himmel in Einkaufspassagen, die Kurven vieler Frauen und vor allem die Gebäude. Es gibt “klassische antik-römische“ Gebäude, deren Oberfläche dann aber doch aus nur Gips (oder so was) besteht, eine Eiffelturm-Nachbildung, eine Big-Ben-Nachbildung, eine Empire-State-Building-Nachbildung, eine Venedig-Nachbildung etc. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn wir auch eine Las Vegas-Nachbildung gefunden hätten, mit einer Eiffelturm-Nachbildung-Nachbildung usw. ;-)
Es ist eben alles Show. Aber wie zuvor schon erwähnt, das können die Amis. Der ganze Strip ist bunt und leuchtet. Palmen, Lichter, Springbrunnen, Musik usw. Dabei ist das Geblinke nicht so aggressiv wie am Time Square in New York, es ist eher so Quietschie-Bunti-Land. Beeindruckend und irgendwie toll ist es auf jeden Fall. Gerade innerhalb der großen Casinos sind die Räume, Gänge und Hallen oft sehr schon gestaltet. Dort befinden sich neben den Hallen mit Spieltischen und Automaten  auch riesige Bereiche mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants etc. Es ist dennoch insgesamt sehr hektisch, primär wegen der vielen Leute, aber auch wegen der Autos: der Strip ist eine viel befahrene Straße mit 5-6 Spuren. Eigentlich ein idealer Ort für eine Fußgängerzone, aber das kann man den Amerikanern wahrscheinlich nicht verkaufen.
Ach ja. Tierisch heiß ist es. Las Vegas liegt wirklich mitten in der Wüste, wir hatten tatsächlich schnuckelige 35°. Ihr Wasser bekommt die Stadt aus dem Lake Mead, einem riesigen, durch den Bau des Hoover Dam entstandenen, Stausee. Dessen Wasserspiegel sinkt seit Jahren, noch dazu ist Las Vegas die am schnellsten wachsende Stadt der USA. Angeblich ist die Wasserversorgung für die nächsten 20 Jahre gesichert... nach einen erfolgversprechenden Modell klingt das meines Erachtens nicht.

Wie auch immer. Am Freitag Abend sind wir erstmal angekommen und haben in einem sehr schicken Hotel eingecheckt, welches fast direkt an Strip liegt. Anschließend haben wir uns alles mal ein bisschen angeschaut. Herauszuheben ist die Springbrunnen-Show vor den Bellagio-Casino, bei der ganz viele Wasser-Fontänen mit bunten Lichtern zu Musik tanzen.

Den Samstag ließen wir sehr ruhig angehen. Wir haben ausgeschlafen und uns um 11 Uhr Ortszeit den Pokalsieg der Bayern angeschaut. Am Nachmittag sind wir dann an den Hotel-Pool gegangen. Es gab zwar Cocktails im Wasser und alles war ein bisschen ruhiger als am Strip, so richtig entspannend war es ob der vielen Leute und der lauten Musik aber auch nicht. Dazu ist diese Stadt aber auch nicht da. Abends haben wir uns dann im Bellagio die Show “O“ des Cirque du Soleil angeschaut. Es hat uns sehr, sehr gut gefallen. Was genau da passiert, versuche ich gar nicht genau zu beschreiben - nur soviel: da ist Musik und Leute tragen und springen ins Wasser und machen Unfug. Wer es genauer weißen will, möge sich den Trailer auf der entsprechenden Webseite anschauen. :-)
Danach haben wir im Casino mal so richtig gezockt. Wir haben 5$ in so einen Automaten gesteckt, auf einen Knopf gedrückt und verloren. Danach hatten wir keine Lust mehr. Irgendwie sind wir wohl nicht so die Glücksspieler. Außerdem waren wir müde und man verliert sowieso immer.

Am Sonntag sind wir dann zeitig aufgebrochen, da eine recht lange Tour zum Grand Canyon Nationalpark bevor stand. Unterwegs haben wir uns noch den zuvor schon erwähnten Hoover Dam angeschaut, der in den 30er Jahren erbaut wurde und zu den Sieben Wundern der industriellen Welt zählt. Eine in der Tat beeindruckende Konstruktion, v.a. wenn man an die begrenzten technischen Möglichkeiten dieser Zeit denkt. In jeden Fall einen Abstecher wert!

Mittlerweile sitzen wir in unsren Zimmer am Grand Canyon. Mehr zu unsrem Besuch hier gibt's beim nächsten mal. :-)

Liebe Grüße,
Marian & Katha

P.S.: Ich habe mit dieser App keine Möglichkeit die angezeigte Reihenfolge der Fotos zu bestimmen. Sie sind also weder chronologisch noch sonst irgendwie sinnvoll sortiert.

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