Montag, 10. Juni 2013

Sequoia!

Der Sequoia Nationalpark ist nach den gleichnamigen Riesenbäumen benannt, die dort und in den benachbarten Nationalparks (Kings Canyon und Yosemite) wachsen. Alle genannten Nationalparks liegen in einer etwa zwei Autostunden westlich von San Francisco gelegenen Gebirgskette auf bis zu 2500 Metern Höhe.

Am Mittwoch sind wir nachmittags angekommen und haben uns die Gegend und die Bäume, im speziellen den so benamten General Sherman Tree angesehen. Dieser wohl populärste Sequoia ist das Volumen betreffend der größte Baum der Erde. Der Durchmesser des Stammes beträgt an der dicksten Stelle 12-13 Meter. Ganz schön dick, das Ding.

Am Donnerstag haben wir dann eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall gemacht - sehr viele Wanderwege enden an solchen. Nachmittags sind wir dann zum Hume Lake zum Baden gefahren. Es hab einen schönen sandigen Strand, an dem wenig los war, so dass wir so zwei Stunden lang faul entspannt haben.

Für Freitag stand ein Ausflug in den Kings Canyon Nationalpark an, welcher im Tal des Kings River liegt. Bei der Talfahrt von etwa 2000 Meter bis zum Fluss bitten sich uns einige schöne Ausblicke. Am Ende des Tals ging dann unser Wanderweg los, der wieder mal an einem Wasserfall, den Mist Falls enden sollte. Ein kurzer Gedankensprung: Hier in den Nationalparks gibt es Bären. Man darf zum Beispiel kein Essen im Auto lassen, an den Startpunkten der Wanderwege gibt es dafür metallene Boxen, in denen Essen und alles, was für Bären entsprechend riecht (zum Beispiel Kindersitze...), weggesperrt werden kann und muss. Die Bären sind grundsätzlich friedfertig, haben Scheu vor Menschen und sind bei entsprechendem menschlichen Verhalten ungefährlich. In der Geschichte der Nationalparks gibt es keinen dokumentierten Angriff eines Bären auf Menschen. (Mein Papa wurde jetzt fragen, ob der Bär das denn auch weiß...). Eine Verhaltensregel bei einer Begegnung ist, dass man den Bären nicht näher als 40-50 Meter an sich heran lassen soll. Man kann sie recht einfach durch lautes Geschrei oder das Werfen von Steinchen vertreiben. So die Theorie. Bei uns war es so, dass Meister Petz plötzlich auf dem Weg hinter einem Felsen auftauchte, etwa 7 Meter von uns entfernt. Wir haben uns ganz schon erschreckt, sind aber ruhig geblieben. Es gab dann auch gar keine Notwendigkeit, ihn irgendwie zu vertreiben, da er keinerlei Interesse an uns hatte und einfach vorbei getrottet ist. Es war dennoch sehr aufregend. Wir haben den wenn dann noch eine gute halbe Stunde fortgesetzt, auch wenn wie irgendwie nicht mehr so ganz entspannt waren. Als wir dann einem Wanderer tragen, der von einer weiteren Begegnung anderer Leute mit einem Bären tiefer im Tal berichtete, entschieden wir uns dann doch umzukehren, auch wenn diese Begehung jenseits unseres Ziels lag.
Wir kamen dann unversehrt wieder an Parkplatz an uns haben dem dort in seiner Hütte sitzenden Ranger von der Begegnung berichtet. Dieser gratulierte uns zu unsrem Glück und bestätigte unsrer Vermutung, dass die unsere vorige Begegnung mit einer Klapperschlange, die kurz vor uns vom Weg ins Gebüsch verschwand die gefährlichere war. Ach ja, wir hatten auch eine Begegnung mit Schmetterlingen. Die waren auch brav.
Auf dem Rückweg haben wir uns noch den General Grant Tree angeschaut. Das ist auch so ein Sequoia. Auch groß.

Am Samstag haben wir uns dann zu unserem vorletzten (schnief) Ziel aufgemacht, dem Yosemite Nationalpark. Es ist toll hier.  :-)

Liebe Grüße,
Marian & Katha

P.S.: Wir haben hier kein Handynetz und nur eingeschränkt WLAN. Deswegen sind wir kaum erreichbar und deswegen hat dieser Eintrag ein bisschen auf sich warten lassen. Ab Dienstag sind wir dann wieder in der Zivilisation.

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